Nathan der Weise (Zusammenfassung)

Nathan der Weise
Als Nathan, ein Jude zur zeit der Kreuzzüge, in seine Heimatstadt Jerusalem zurückkehrt erfährt er dass seine Adoptivtochter Recha von dem, einem christlichen Orden angehörigen, Tempelherren gerettet wurde. Dieser Tempelherr wurde auch gerade vom muslimen Sultan Saladin freigesprochen weil ihn dieser an seinen verstorbenen Bruder Assad erinnerte.

Als der Sultan Nathans Weisheit auf die Probe stellen will, fragt er ihn, welche die “wahre Religion” sei. Nathan antwortet ihm mit der Ringparabel:
“Einst hatte ein König einen Ring mit der Eigenschaft seinen Träger “vor Gott und den Menschen angenehm” zu machen. Der Ring sollte an den meist geliebtesten Sohn weitergegeben werden, jedoch hatte der König 3 Söhne die er gleich viel liebte. Nach langem Überlegen beschließt er, 2 Dublikate vom Ring anfertigen zu lassen und jeden Sohn in dem Glauben zu lassen, den richtigen Ring zu haben. Nach dem Tod des Königs bricht nun ein Streit unter den Söhnen aus, die alle behaupten den richtigen Ring zu besitzen. Doch sind die Dublikate so genau angefertigt dass sich keine Unterschiede ausmachen lassen. Ein Richter hat dann die Idee, den richtigen Ring durch die angebliche Wirkung zu bestimmen. Es sollten also alle 3 versuchen die Liebe der Menschen zu erlangen. Und wenn das einem von ihnen gelinge, so wäre er der rechtmäßige Träger. Ansonsten wäre der echte Ring wahrscheinlich verlorengegangen.”

Der Sultan bewundert diese Antwort sehr, die das Problem darlegt, dass man wohl nicht ausmachen kann welche der 3 Religionen (Islam, Juden- und Christentum) die richtige sei. Und bittet Nathan sein Freund sein zu dürfen.

Im weiteren Verlauf der weiteren Geschichte stellt sich heraus dass alle 3 Hauptpersonen miteinander Verwandt sind und die enge Verwandschaft der Religionen nochmals verdeutlicht werden soll.

~ von wagnerhansjakob am 13. Juni 2008.

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